Fuss e.V. Aurich schlägt als Sofortmaßnahme vor, das vorhandene „Vorfahrt achten“-Schild (Vz205) am Ausgang des Breiten Weges durch ein „Stoppschild“ (Vz206) zu ersetzen und dadurch Kfz-Lenkende vor dem Einbiegen in die Von-Jhering-Straße zum Anhalten zu veranlassen,

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1. September 2026

Fuss e.V. Aurich fordert mehr Sicherheit am Breiten Weg

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Pressemitteilung

Immer wieder kommt es an der Einmündung des Breiten Weges in die Von-Jhering-Straße zu kritischen Situationen durch aus dem Breiten Weg kommende Kraftfahrzeuge, die rechts in die Bundesstraße einbiegen wollen. Fahrzeuglenker achten hier häufig nur auf den von links kommenden Kfz-Verkehr und überfahren den Gehweg ohne auf von rechts kommende Fußgänger*innen zu achten. Diese Gefahrenlage besteht seit etlichen Jahren und hat seit der Eröffnung des Einkaufszentrums weiter zugenommen. Der Fachverband für den Fußverkehr (Fuss e.V. Aurich) fordert nun Maßnahmen, um folgenschwere Unfälle hier zu vermeiden.


Einmündung Breiter Weg: Kfz wartet Querverkehr ab und blockiert den gemeinsamen Geh- und Radweg entlang der Bundesstraße.

Fuss e.V. Aurich schlägt als Sofortmaßnahme vor, das vorhandene „Vorfahrt achten“-Schild (Vz205) am Ausgang des Breiten Weges durch ein „Stoppschild“ (Vz206) zu ersetzen und dadurch Kfz-Lenkende vor dem Einbiegen in die Von-Jhering-Straße zum Anhalten zu veranlassen, damit sie sich besser in beide Richtungen orientieren können. Mittelfristig sollte der gemeinsame Geh- und Radweg der Von-Jhering-Straße baulich angehoben werden, damit durch die entstehende Schwelle der Querungsverkehr durch Zufußgehende und Radfahrende deutlicher wird. „Ein Stoppschild ist mit minimalem Aufwand schnell umzusetzen, erhöht aber die Aufmerksamkeit von Fahrer*innen, die aus dem Breiten Weg kommen, erheblich“, sagt Marvin Stasiak vom Fuss e.V. Aurich, „Daher trägt es deutlich zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. Die bauliche Anhebung des Geh-/Radweges verstärkt diesen positiven Effekt und verbessert darüber hinaus die Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Menschen und Eltern mit Kinderwagen“.


Gehweg am Anfang des Breiten Wegs: reichlich schmal und dennoch zusätzlich für den Radverkehr in beiden Richtungen freigegeben

Ein weiterer Problembereich für den Fußverkehr ist der vordere Abschnitt des Breiten Weges zwischen Bundesstraße und der Zufahrt zum Combi XL Parkplatz. Auf diesem kurzen Abschnitt gibt es insgesamt drei Parkplatz-Zu- bzw. Ausfahrten, eine zum Parkplatz vor dem „Harlekin“ sowie zwei stark frequentierte zum Combi XL und der Tankstelle. Da hier der Gehweg hier besonders schmal ist, sollte er ausschließlich dem Fußverkehr vorbehalten bleiben. Aktuell ist der schmale Weg zusätzlich für Radfahrer in beiden Richtungen frei gegeben, was immer wieder zu Konflikten und kritischen Situationen führt. Hier ist der Radverkehr ausschließlich auf der Fahrbahn des Breiten Weges zu führen, im Sichtfeld des Kfz-Verkehrs. Der Breite Weg ist auf der Fahrbahn ohnehin mit Fahrrad-Piktogrammen gekennzeichnet.


Stark frequentierte Zufahrt zum öffentlichen Parkplatz am Pferdemarkt („Harlekin“ Pizzeria u.a. Geschäfte)


Bundesstraßen begleitender Geh- und Radweg über den Breiten Weg: Eine leichte Anhebung wäre auch der Barrierefreiheit dienlich.

Fuss e.V. Aurich fordert die Verantwortlichen bei der Stadt Aurich auf, den Fußverkehr stärker in den Blick zu nehmen und die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Fuss e.V. ist bereit, gemeinsam mit der Stadt auch weitere Brennpunkte zu diskutieren und sich lösungsorientiert einzubringen.

Zur Information:

Jedes Jahr verunglücken etwa 28.000 Zufußgehende im Verkehr in Deutschland, dabei werden knapp 5.000 schwer verletzt. Im vergangenen Jahr wurden 406 Fußgänger*innen bei Verkehrsunfällen getötet, 73% davon innerorts.

https://unfallpraevention.steiger-stiftung.de/wp-content/uploads/Studie_Fussgaenger.pdf

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Über den Autor oder der Autorin

Albert Herresthal

Albert Herresthal

Seit 30 Jahren in der Fahrradbranche aktiv: Fachhändler, Unternehmensberater, Journalist, Fachbuchautor, Verbandsvorstand und Geschäftsführer. Aktueller Schwerpunkt meiner freiberuflichen Arbeit: Public Affairs und Radverkehrspolitik sowie Beratung von Bundes- und Landesministerien.
Albert Herresthal

Albert Herresthal

Seit 30 Jahren in der Fahrradbranche aktiv: Fachhändler, Unternehmensberater, Journalist, Fachbuchautor, Verbandsvorstand und Geschäftsführer. Aktueller Schwerpunkt meiner freiberuflichen Arbeit: Public Affairs und Radverkehrspolitik sowie Beratung von Bundes- und Landesministerien.

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